Mehr Wettbewerb beim Mobilfunk durch vierten 5G-Anbieter

Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt wird es wohl bald mit United Internet einen vierten 5G-Anbieter geben. Möglich macht das ein gemeinsamer Beschluss von EU-Parlament, -Rat und -Kommission, der vorsieht, dass künftig auch nationales Roaming möglich sein wird. Dadurch wird es United Internet möglich sein, die Mobilfunknetze anderer Anbieter mitzubenutzen. Ohne diese Regelung wäre für den Markteinsteiger anfangs keine flächendeckende Versorgung seiner Kunden möglich. Nach dem gleichen Prinzip hat schon Telefónica/O2 gearbeitet, als sie das vierte Mobilfunknetz in Deutschland aufgebaut haben. 

Der neue Wettbewerber könnte Druck auf die Konkurrentz ausüben, was sich für die Kunden wiederum in fallenden Preisen widerspiegeln dürfte. 

Es gibt jedoch auch kritische Stimmen zu dem Thema. So ist der Vodafone-Deutschlandchef, Hannes Ametsreiter, der Auffassung, dass ein zusätzliches Netz dazu führen wird, dass sich die Qualität aller Netze verschlechtert. Er stellt deshalb infrage, ob die Politik hier Anreize für Investitionen setzen sollte. Dabei verweist er darauf, dass der Wettbewerb mit drei Anbietern ohnehin schon sehr intensiv ist und ein weiterer Anbieter somit Nachteile für den gesamten Markt mit sich bringen könnte. 

Es bleibt damit abzuwarten, wie genau sich die neue Regelung der EU auf den Markt auswirkt und ob die Verbraucher davon profitieren werden. Feststeht aber, dass sich die Konkurrenz unter den Mobilfunkanbeitern weiter verschärfen wird. 

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