Material Design erhöht Akkuverbrauch im Android-Smartphone

Smartphones sind aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie helfen uns den Weg zu finden, mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren und gegen Langeweile haben Sie etwas Unterhaltung parat. Doch all diese Nutzung geht schnell zu Lasten des Akkus. Denn der Akku ist selbst in modernen Geräten immer noch eine Schwachstelle. Zwar wird die Entwicklung der Akkus immer aufwendiger und die Technologie schreitet voran, doch auch die Anforderungen der Geräte nehmen zu. So ist moderne Software mit einem deutlich höherem Stromverbrauch verbunden. 

Doch auch das Design des Betriebssystem hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Akkuverbrauch und dessen Leistung. Android galt lange Zeit hinsichtlich des Designs als sehr schwach. Das Konkurrenzbetriebssystem iOS konnte von Anfang an mit einem sehr einheitlichem Design punkten. Dahingegen versuchte Android eher Wert auf die Funktionen und eine einfache Nutzung zu legen. 

Dies änderte sich jedoch im Jahr 2014 als Android dazu überging ein einheitliches Material Design zu verwenden. Damit sollte eine einheitliche grafische Oberfläche geschaffen werden. Doch für den Akkuverbrauch war diese Entscheidung und die grafische Oberfläche nicht gerade vorteilhaft. 

Helle Farben erhöhen den Akkuverbrauch

Denn bei dem Material Design von Android stehen vor allem helle Farben im Vordergrund. Der überwiegende Teil des Bildschirms ist hell erleuchtet. Bei modernen OLED Bildschirmen führt dies allerdings zu einem höherem Verbrauch im Vergleich zu dunklen Anzeigen. Denn bei modernen OLED Bildschirmen werden schwarze Pixel dargestellt, indem das Pixel einfach ausgeschaltet wird. Damit sollte einleuchten, dass dunkle Bildschirme, bei denen nur ein geringer Anteil der Pixel tatsächlich eingeschaltet ist, weniger Energie benötigen. So können optimierte Smartphones im sogenannten „Dark-Mode“ bis zu 63 Prozent weniger Energie verbrauchen. 

Das der Unterschied so signifikant ist, hat wohl selbst Google überrascht. Denn bei bisherigen LED Bildschirmen war der Unterschied vernachlässigbar gering. Dank moderner OLED Bildschirme zeigt sich, dass durch ein dunkles Material Design sehr viel Energie eingespart werden kann. 

Der Dark Mode

Damit Nutzer von dieser Erkenntnis profitieren können, gibt es immer mehr Apps, die einen „Dark Mode“ anbieten. In diesem Modus werden vor allem dunkle Farben verwendet, die zu einer Einsparung der Energie führen. Damit wird eine längere Akkulaufzeit garantiert. Der Dark Mode hat zudem den Vorteil, dass er den Schlaf nicht so stark beeinflusst und daher vor allem am Abend vorteilhaft ist. 

In Zukunft wird aber selbst der herkömmliche Modus etwas dunkler in der Darstellung werden. Dazu möchte Google Richtlinien veröffentlichen, die die Entwickler dazu ermutigen mehr dunkle Elemente zu verwenden. Es ist also zu erwarten, dass das Android in Zukunft dunkler erscheint und nicht mehr in überschwänglichem Weiß zu sehen sein wird. 

Quelle: Verblüffender Trick: So will Google die Akkulaufzeit in Android-Smartphones erhöhen

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