Magic Leap One: Gehypte AR-Brille überzeugt Tester nicht

Das Start-Up Magic Leap aus Plantation, FL hat sein erstes Produkt, die AR-Brille Magic Leap One, fertiggestellt und veröffentlicht. Die US-Firma, die seit 2011 an dem Augmented-Reality-Headset arbeitet und milliardenschwere Investitionen von Konzernen wie Google und AT&T erhalten hat, bietet das Gerät vorerst nur in den USA an – zum Preis von 2.295 US-Dollar. Laut den ersten US-Testberichten sei die Brille zwar ein Fortschritt, aber nicht die Revolution, die der Hype versprochen hat.

Das Technikmagazin The Verge lobt die Optik der Brille, ist aber von der in ihr verbauten Technik nicht restlos überzeugt: Die dargestellten Objekte wirkten häufig nicht real genug, seien unscharf oder würden ihre Position nicht innehalten, zudem sei das Blickfeld vergleichsweise klein. Begeistert zeigte sich die Redakteurin jedoch von dem Potential, das in der (Weiter-)entwicklung von AR liege. Es sei allerdings noch ein langer Weg, bis die Erwartungen, die in die Technik gesetzt werden, wirklich umgesetzt und erfüllt werden können. 

MIT Technology Review schließt sich der Einschätzung an, dass Magic Leap nicht den Hype erfüllen kann, den sie produziert hätten. Zudem werden die fehlenden Anwendungen für die AR-Brille bemängelt: Das Unternehmen müsse Entwickler dazu bringen, interessante Mixed-Reality-Inhalte zu erschaffen, denn wie alle AR-Brillen auf dem Markt warte auch die Magic Leap One noch auf die wahre „Killer App“. 

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